Winter-Ferienwohnung

Winterferien in der Ferienwohnung

Eine Blogparade zum Thema Uhren und Zeit

Ich hatte letztens eine Diskussion mit einem Arbeitskollegen. Es ging darum, ob man eine Armbanduhr überhaupt noch benötigt. Er zückte sein Handy und erklärte mir, dass sei jetzt seine Uhr. Auch ich trug in diesem Moment keine Uhr, außer der meines Mobiltelefons mit mir. Trotzdem mag ich nicht auf Uhren verzichten. Dabei trage ich während der Arbeit keine Uhr. Zumindest nicht, wenn ich am Computer sitze. Ich habe gern mein Handgelenk frei, wenn ich tippe. Dabei ruht die Uhr im Zweifelsfall neben dem Bildschirm.

Blog around the clock
Ganz auf Uhren möchte ich nicht verzichten. Ich mag das Gefühl einer Uhr am Handgelenk, wenn ich nicht gerade tippe. Es mag obszön wirken, einen Vergänglichkeitsmesser mit sich am Körper zu führen, aber meine Gründe sind rational und emotional.

Eine schöne Uhr ist meiner Ansicht nach eine der wenigen dezenten Möglichkeiten, für einen Mann Schmuck zu tragen, ohne das es protzig oder exaltiert aussieht. Die Uhr sagt etwas über ihren Eigentümer aus, gibt eine Art Geschmackssignal an die Umwelt weiter, genau wie seine restliche Kleidung. Das gefällt mir. Ich achte auch darauf, was mein Gegenüber am Handgelenk mit sich führt. Es ist z.B. auf einer Messe wie ein gutes Paar Schuhe die Möglichkeit, wirklich Geschmack zu zeigen, wenn sonst alles einen anthrazitfarbenen Businessanzug trägt.

Gleichzeitig fasziniert mich hohe Funktionalität und Präzision. Wenn ich mich nicht in den Bergen herumtreibe, gehe ich auch gern mal tauchen. Klar, ohne Tauchcomputer gehe ich nicht ins Wasser, aber die Lebensversicherung ist meine Uhr in Kombination dem Tiefenmesser. Fällt der Computer aus, was mir durchaus schon passiert ist, sollte die Uhr nicht auf 30m Tiefe ihren Geist aufgegeben haben und auch ablesbar sein. Hier hat mich sogar schon ein altes aber robustes russisches Modell mit schön verschraubter Krone vor Schäden bewahrt. Ich mag keinen Sicherheitsstop machen müssen, bei dem ich schätze, wie viel fünf Minuten sind.Auch in den Bergen sieht es ohne verlässliche Uhr ziemlich schlecht aus. Gerade, wenn man von einem Tal ins nächste per Ski “schaukelt” gibt es nichts Ärgerlicheres, als den letzten Lift zu verpassen, weil die Uhr nicht richtig funktioniert.

Einmal stand ich ohne Uhr da. Ich war auf einer Reise und hatte es geschafft, meine Uhr Zuhause im Badezimmer liegen zu lassen. Klar, in der Eile schnell zum Flughafen zu kommen, kann man schon einmal etwas vergessen. Vor Ort kaufte ich mir eine billige Uhr. Es war ein Nachbau; er sollte ja nur für den Urlaub halten und mir anzeigen, wann ich wieder zum Flughafen zurück müsste, um meinen Flieger nach Hause zu erhaschen. Echtes war überhaupt nicht im Angebot. Um es kurz zu machen. die Uhr hat nicht mal den Urlaub überlebt. Als ich einen der Knöpfe drückte, die eine Weckfunktion auslösen sollte, war es, als hätte ich einen Selbstzerstörungsknopf aktiviert. Die Uhr zersprang in diverse kleine Einzelteile, die sich behende über die Straße verteilten. Da war nichts mehr zu retten. Seitdem ist auf meiner Reiseliste, die ich im Computer führe und die verhindern soll, dass ich vergesse, wichtige Sachen einzupacken, auch meine Uhr aufgeführt. die Liste drucke ich vor der Reise aus und verlasse das Haus erst, wenn überall ein haken ist. Sachen, die die Reise selbst nicht betreffen (z.B. Wintersachen im Sommer) streiche ich durch. eine Uhr muss allerdings auf jeder Reise mit. Ich muss mich nur entscheiden, welche Uhr ich mitnehme.

Wer auch an der Blogparade teilnehmen möchte, die findet sich bei teno.

Eine Reaktion zu “Eine Blogparade zum Thema Uhren und Zeit”

  1. T e N o … discover your desire » Blog around the clock - Zusammenfassung und Gewinner

    [...] In der Winter-Ferienwohnung fragt man sich, ob man eine Armbanduhr überhaupt benötigt? [...]

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